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Proteste gegen Merkel-Auftritt

Berlin. 150 Studierende nutzten am Dienstag einen Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU/Foto) an der Humboldt-Universität Berlin für lautstarke Proteste gegen die Bildungspolitik ihrer Partei. Die habe eine führende Rolle bei der Einführung von Studiengebühren gespielt, wie es in einem Aufruf der Studierendenvertretung heißt. Kritisiert wurde ferner, daß die Kanzlerin die Räume der Universität für einen Wahlkampfauftritt mißbrauche. Merkel mußte ihre »Rede zu Europa« aufgrund der Unmutsäußerungen mehrere Male unterbrechen. Nach Ende der Veranstaltung versuchten die Studierenden nochmal, ihren Protest an Merkel heranzutragen und wurden von Polizisten unter Schlägen und Tritten daran gehindert. Die Kanzlerin und ihr Sicherheitspersonal traten daraufhin die schnelle Flucht durch einen Hinterausgang an. Ein Sprecher kündigte an, daß man die Kanzlerin bald besuchen werde, um mit ihr über Bildungspolitik zu reden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.05.2009, Seite 1, Inland

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