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Milchbäuerinnen sorgen für Aufregung im Agrarausschuß

Foto: AP
Berlin. Der Protest der Milchbäuerinnen in Berlin hat am Mittwoch zu Aufregung im Agrarausschuß des Bundestages geführt. Wie aus Parlamentskreisen verlautete, weigerten sich Unionsparteien, FDP und SPD, die im Regierungsviertel demonstrierenden Milchbäuerinnen an der Sitzung teilnehmen zu lassen. Die Linke hatte mit Unterstützung der Grünen beantragt, die Sitzung öffentlich zu machen. Koalition und FDP hätten dies jedoch mit der Begründung abgelehnt, man könne nicht »zu jedem Problem die betroffene Gruppe« teilnehmen lassen.

Rund 250 Milchbäuerinnen kampieren seit Montag vor dem Bundeskanzleramt, fünf Frauen traten am Dienstag in den Hungerstreik. Die Protestaktion soll andauern, bis die Regierung einen Termin für einen »Milchgipfel« zusage und die Bäuerinnen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angehört werden.
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Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert von der Bundeskanzlerin, sich auf EU-Ebene für eine Reduzierung der Milchquote einzusetzen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2009, Seite 4, Inland

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