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IGM: Tariferhöhung meist pünktlich

Stuttgart. Trotz Krise erhöht die Mehrzahl der metallverarbeitenden Betriebe in Baden-Württemberg nach Gewerkschaftsangaben wie im Tarifvertrag vorgesehen die Entgelte ab Mai um 2,1 Prozent. Das ergab eine Umfrage der IG Metall in den 27 Verwaltungsstellen im Bezirk, zuständig für rund 750 tarifgebundene Betriebe. Der Tarifvertrag läßt den Betrieben die Möglichkeit, die zweite Stufe der Erhöhung bis Dezember 2009 zu verschieben. Dies geschehe in etwa 20 Prozent der Betriebe. Weitere 15 Prozent der Betriebe nutzen diese Option des laufenden Entgelt­abkommens für einen kürzeren Zeitraum oder verrechnen die Erhöhung mit übertariflichen Bestandteilen. In 38 Prozent der befragten Betriebe zeigten die Unternehmensleitungen den Angaben zufolge kein Interesse an einer Verschiebung. In weiteren 27 Prozent der Unternehmen erklärte der Betriebsrat einseitig, dass er keiner späteren Erhöhung zustimme, oder Verhandlungen darüber führten zu keinem Ergebnis. Soweit es zu einer Verschiebung kommt, wurden in der Regel Gegenleistungen der Arbeitgeber ausgehandelt. So wurden bei fast der Hälfte (49 Prozent) dieser Vereinbarungen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Damit widerspreche das Ergebnis der Befragung den aus dem Unternehmerlager kommenden spekulativen Äußerungen der vergangenen Wochen, wonach über 70 Prozent der Betriebe die Tariferhöhung erst mit Verspätung zahlen würden.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2009, Seite 5, Inland

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