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08.05.2009
- → Inland
IGM: Tariferhöhung meist pünktlich
Stuttgart. Trotz Krise erhöht die Mehrzahl der
metallverarbeitenden Betriebe in Baden-Württemberg nach
Gewerkschaftsangaben wie im Tarifvertrag vorgesehen die Entgelte ab
Mai um 2,1 Prozent. Das ergab eine Umfrage der IG Metall in den 27
Verwaltungsstellen im Bezirk, zuständig für rund 750
tarifgebundene Betriebe. Der Tarifvertrag läßt den
Betrieben die Möglichkeit, die zweite Stufe der Erhöhung
bis Dezember 2009 zu verschieben. Dies geschehe in etwa 20 Prozent
der Betriebe. Weitere 15 Prozent der Betriebe nutzen diese Option
des laufenden Entgeltabkommens für einen kürzeren
Zeitraum oder verrechnen die Erhöhung mit übertariflichen
Bestandteilen. In 38 Prozent der befragten Betriebe zeigten die
Unternehmensleitungen den Angaben zufolge kein Interesse an einer
Verschiebung. In weiteren 27 Prozent der Unternehmen erklärte
der Betriebsrat einseitig, dass er keiner späteren
Erhöhung zustimme, oder Verhandlungen darüber
führten zu keinem Ergebnis. Soweit es zu einer Verschiebung
kommt, wurden in der Regel Gegenleistungen der Arbeitgeber
ausgehandelt. So wurden bei fast der Hälfte (49 Prozent)
dieser Vereinbarungen betriebsbedingte Kündigungen
ausgeschlossen. Damit widerspreche das Ergebnis der Befragung den
aus dem Unternehmerlager kommenden spekulativen
Äußerungen der vergangenen Wochen, wonach über 70
Prozent der Betriebe die Tariferhöhung erst mit
Verspätung zahlen würden.
(AP/jW)
(AP/jW)
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