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Vergessene Epidemie

Friedrichsdorf. Das christliche Hilfswerk World Vision hat anläßlich des Muttertages am kommenden Sonntag daran erinnert, daß in den Entwicklungsländern jede Minute eine Frau vor, während oder kurz nach der Geburt stirbt. Insgesamt gebe es mehr als eine halbe Million Todesopfer pro Jahr. »Wir sprechen daher von einer vergessenen Epidemie«, sagt Juliane Friedrich, Expertin bei World Vision Deutschland, am Donnerstag in Friedrichsdorf, dem Sitz der Organisation. World Vision fordert, die Zahl der qualifizierten Hebammen in den Entwicklungsländern zu erhöhen, um die Müttersterblichkeit »signifikant zu verringern«. Von den Geberländern verlangt die Organisation, mindestens 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr »für Gesundheitsprogramme mit Fokus auf die Versorgung von Frauen und Kindern« bereitzustellen. Im Vergleich zu den Summen, »die angesichts der Wirtschaftskrise zur Rettung der Banken kurzfristig aufgebracht werden können, sind das Peanuts«, ergänzte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.

(jW)

www.worldvision.de

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2009, Seite 15, Feminismus

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