-
08.05.2009
- → Feuilleton
Hinnehmen
Ingo Metzmacher, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des
Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO), wird mit dem
Praetorius-Musikpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Der
Preis für »herausragende künstlerische Leistungen
« ist mit 10 000 Euro dotiert. Verliehen wird er von einer
sogenannten Fachjury im Auftrag des Ministeriums für
Wissenschaft und Kultur in Hannover. Benannt ist er nach Michael
Praetorius, der sich ab 1604 in Wolfenbüttel einen Namen als
Komponist und Musiktheoretiker machte. Metzmacher ist in Hannover
geboren worden. In Springers Welt vom Dienstag hat er noch einmal
erklärt, warum er seinen Vertrag mit der Rundfunk Orchester
und Chöre GmbH, die das DSO trägt, über die laufende
Spielzeit hinaus nicht verlängern wird. »Es gibt sieben
offene Solistenstellen, die wir seit über einem Jahr nicht
besetzen dürfen.« Im DSO hätten alle verstanden,
daß »ich als Chefdirigent eine solche Entscheidung
nicht hinnehmen kann«. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton