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Weniger Geld für einige US-Manager

New York. Manche Chefs US-amerikanischer Konzerne bekommen die Wirtschaftskrise in ihrem Portemonnaie zu spüren, andere bereichern sich weiter schamlos. So ist die Vergütung von mehr als 300 Vorstandsvorsitzenden der im Börsenindex Standard & Poor’s 500 gelisteten Unternehmen 2008 um sieben Prozent auf durchschnittlich 7,6 Millionen Dollar (5,8 Millionen Euro) zurückgegangen, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AP ergab.

Dennoch wurde auch wieder gnadenlos abgezockt: Nummer eins auf der AP-Liste ist der Chef von Chesapeake Energy, Aubrey McClendon. Er kassierte im vergangenen Jahr 112,5 Millionen Dollar (85 Millionen Euro), obwohl die Aktien seines Erdgasunternehmens 2008 fast 60 Prozent an Wert verloren.
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Auch der Co-Vorstandschef von Motorola, Sanjay Jha, lag mit Bezügen, die mit 104,4 Millionen Dollar bewertet wurden, im dreistelligen Millionenbereich. Die Top Ten der Liste strichen insgesamt 538 Millionen Dollar (407 Millionen Euro) ein, das waren 50 Millionen Dollar weniger als 2007. Vier von ihnen arbeiten in der maroden US-Finanzbranche, bei Goldman Sachs, American Express, Citigroup und JPMorgan Chase. Ihre Unternehmen erhielten alle staatliche Unterstützung. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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