-
06.05.2009
- → Ausland
Türkei: Massaker bei Hochzeitsfeier
Bilge. Bei einem der schlimmsten Gewaltverbrechen in der
jüngeren Geschichte der Türkei haben bewaffnete
Täter 44 Menschen, darunter sechs Kinder, während einer
Hochzeitsfeier in einem kurdischen Dorf getötet. Motiv soll
ein Familienstreit gewesen sein. Nach Berichten von
Überlebenden und Augenzeugen stürmten die vermummten
Täter am Montag abend gegen 21 Uhr Ortszeit zwei Häuser,
in denen die Hochzeitsgesellschaft nach Geschlechtern getrennt
betete, und schossen, bis sie alle tot glaubten. Bei den acht
mutmaßlichen Tätern und Mitwissern, die am Dienstag
gefaßt wurden, soll es sich um Bewohner des Dorfes und
Angehörige desselben kurdischen Stammes wie ihre Opfer
handeln. Nach türkischen Medienberichten gab es zwischen den
Angehörigen von Braut und Bräutigam, die miteinander
blutsverwandt waren, sowohl eine ältere Fehde als auch Streit
um die Heirat.(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland