-
06.05.2009
- → Ausland
Rebellion georgischer Armeeeinheiten?
Tbilissi. Kurz vor einem NATO-Manöver in Georgien haben nach
Angaben der Regierung in Tbilissi georgische Armeeeinheiten
»mit Unterstützung Rußlands« einen
bewaffneten Aufstand gestartet. Die Rebellion habe das Ziel
verfolgt, die Regierung zu stürzen, erklärte das
georgische Innenministerium am Dienstag. Staatschef Michail
Saakaschwili sagte, nach dem Versuch eines großangelegten
Aufstands sei die Lage »unter Kontrolle«. »Der
Plan war es, eine großangelegte Meuterei in Tbilissi
anzuzetteln und Schritte gegen die Souveränität Georgiens
und die europäische und euro-atlantische Integration der
georgischen Regierung zu unternehmen«, sagte Saakaschwili in
einer Fernsehansprache. In allen anderen Einheiten der Armee
herrsche »Ordnung und Ruhe«. Ein Sprecher des
georgischen Innenministeriums sagte, der Aufstand sei mit
Rußland abgestimmt worden. Mindestziel sei die Störung
des NATO-Manövers, Maximalziel, »eine
großangelegte Militärrebellion in Georgien zu
organisieren«. Außerdem hätten die Anführer
des Aufstandes geplant, Saakaschwili umzubringen.
Der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin wies die Vorwürfe laut Interfax als »verrückt« zurück. Der georgische Oppositionsführer Georgi Chaindrawa erklärte, die Berichte über einen angeblichen Putsch seien nur erfunden. »Saakaschwili könnte sich nichts Schlaueres ausdenken«, so Chaindrawa.(AFP/AP/jW)
Der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin wies die Vorwürfe laut Interfax als »verrückt« zurück. Der georgische Oppositionsführer Georgi Chaindrawa erklärte, die Berichte über einen angeblichen Putsch seien nur erfunden. »Saakaschwili könnte sich nichts Schlaueres ausdenken«, so Chaindrawa.(AFP/AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland