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Rebellion georgischer ­Armeeeinheiten?

Tbilissi. Kurz vor einem NATO-Manöver in Georgien haben nach Angaben der Regierung in Tbilissi georgische Armeeeinheiten »mit Unterstützung Rußlands« einen bewaffneten Aufstand gestartet. Die Rebellion habe das Ziel verfolgt, die Regierung zu stürzen, erklärte das georgische Innenministerium am Dienstag. Staatschef Michail Saakaschwili sagte, nach dem Versuch eines großangelegten Aufstands sei die Lage »unter Kontrolle«. »Der Plan war es, eine großangelegte Meuterei in Tbilissi anzuzetteln und Schritte gegen die Souveränität Georgiens und die europäische und euro-atlantische Integration der georgischen Regierung zu unternehmen«, sagte Saakaschwili in einer Fernsehansprache. In allen anderen Einheiten der Armee herrsche »Ordnung und Ruhe«. Ein Sprecher des georgischen Innenministeriums sagte, der Aufstand sei mit Rußland abgestimmt worden. Mindestziel sei die Störung des NATO-Manövers, Maximalziel, »eine großangelegte Militärrebellion in Georgien zu organisieren«. Außerdem hätten die Anführer des Aufstandes geplant, Saakaschwili umzubringen.

Der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin wies die Vorwürfe laut Interfax als »verrückt« zurück. Der georgische Oppositionsführer Georgi Chaindrawa erklärte, die Berichte über einen angeblichen Putsch seien nur erfunden. »Saakaschwili könnte sich nichts Schlaueres ausdenken«, so Chaindrawa.(AFP/AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2009, Seite 2, Ausland

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