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Nepal: Prachanda tritt zurück

Kathmandu. In Nepal hat sich der Streit um die von der Regierung beschlossene und vom Präsidenten verweigerte Entlassung des Armeechefs zu einer handfesten Krise ausgewachsen. Der maoistische Ministerpräsident Prachanda verkündete am Montag aus Protest gegen die Haltung des Staatsoberhaupts Ram Baran Yadav seinen Rücktritt. Damit wolle er den gefährdeten Friedensprozeß retten, erklärte der frühere Rebellenführer Prachanda in einer Fernsehansprache an die Nation. Den Schritt des Präsidenten bezeichnete der Regierungschef als einen »Angriff auf diese junge Demokratie und den Friedensprozeß«. Laut Übergangsverfassung dürfe der Präsident nicht als »Parallelmacht« agieren. Auch Informationsminister Krishna Bahadur Mahara sprach von einem »Putsch gegen die Verfassung«. Die Regierung werde dagegen vorgehen.

(AFP/jW)

* Siehe auch Beitrag "Der Machtkampf"

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2009, Seite 1, Ausland

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