Zum Inhalt der Seite

Deutscher Besatzer bei Gefecht getötet

Masar-i-Scharif. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die tödlichen Anschläge auf deutsche Soldaten in Afghanistan scharf verurteilt und zugleich bekräftigt, daß Deutschland an seinem »Engagement« festhält. In einer Ansprache vor den Bundeswehrangehörigen im Feldlager Masar-i-Scharif im Norden des besetzten Landes sagte Steinmeier: »Der Auftrag bleibt.«

Am Mittwoch war nahe Kundus ein Soldat bei einem Gefecht getötet worden, neun weiter wurden leicht verletzt. Die Patrouille war in einen Hinterhalt geraten. Die Nachrichtenagentur AP berichtete: »Nachdem sich die Patrouille durch einen ersten Angriff mit Panzerfäusten durchgeschlagen« hatte, hätte fünf Kilometer weiter »ein zweiter Hinterhalt auf sie gewartet«. Es habe ein »massives Feuergefecht« gegeben, bei dem der Hauptgefreite fiel und vier Soldaten verletzt wurden.
Anzeige


Dieser Anschlag aus dem Hinterhalt sei »etwas anderes als der fast zur Routine gewordene, ständige Raketenbeschuß« des Lagers in Kundus, meinte Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan. Da der Überfall in zwei Phasen stattgefunden habe, könne man zum ersten Mal sagen: »Da steckt ein militärischer Plan dahinter.« Man werde prüfen, ob es sich um eine dauerhafte Qualitätsveränderung handele. Insgesamt sei Kundus »eine Problemzone« geworden.(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.05.2009, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!