-
25.03.2009
- → Inland
Buttolo beschuldigt Verfassungsschutz
Dresden. Die sogenannte Aktenaffäre in Sachsen ist nach
Ansicht von Innenminister Albrecht Buttolo allein auf mangelhafte
Arbeit des Verfassungsschutzes zurückzuführen. Bei der
Beobachtung der organisierten Kriminalität seien bis 2006
gravierende handwerkliche Fehler gemacht worden, sagte der
CDU-Politiker am Dienstag als Zeuge vor dem
Untersuchungsausschuß des Landtags in Dresden. Er wies
zugleich den Vorwurf zurück, als Innenminister bei der
Kontrolle des Geheimdienstes versagt zu haben.
Sachsen war 2007 wegen einer angeblichen Korruptionsaffäre lange in den Schlagzeilen. Die Rede war von kriminellen Netzwerken, korrupten Beamten, Bestechung und Kinderprostitution insbesondere in Leipzig. Die Vorwürfe stammten aus Geheimdienstakten. Externe Prüfer kamen zum Ergebnis, daß die Dossiers zum »Sachsen-Sumpf« überwiegend aufgebauscht worden seien. Vor einem Jahr stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.(AP/jW)
Sachsen war 2007 wegen einer angeblichen Korruptionsaffäre lange in den Schlagzeilen. Die Rede war von kriminellen Netzwerken, korrupten Beamten, Bestechung und Kinderprostitution insbesondere in Leipzig. Die Vorwürfe stammten aus Geheimdienstakten. Externe Prüfer kamen zum Ergebnis, daß die Dossiers zum »Sachsen-Sumpf« überwiegend aufgebauscht worden seien. Vor einem Jahr stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
