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Ermittlungen im Sachsensumpf

Dresden. Wegen des Verdachts der Verletzung von Dienstgeheimnissen ist gegen den ehemaligen Präsidenten des sächsischen Verfassungsschutzes, Rainer Stock, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Es gebe einen entsprechenden Anfangsverdacht, sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Freitag. Geprüft werde, ob Stock Anfang 2006 unzulässig Informationen an Abgeordnete weitergegeben habe. Dabei soll es um Erkenntnisse zur Organisierten Kriminalität gegangen sein. Sachsen war 2007 wegen einer angeblichen Korruptionsaffäre lange in den Schlagzeilen. Danach wurde hohen Amtsträgern die Verwicklung in kriminelle Machenschaften vorgeworfen. Externe Prüfer meinten, die Dossiers seien »überwiegend aufgebauscht worden«. Stock wurde im Zuge der Aktenaffäre als Verfassungsschutzpräsident abgelöst.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2009, Seite 5, Inland

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