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Neonazi muß hinter Gitter

Dresden. Nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Dresden während der Fußball-Europameisterschaft im vergangenen Jahr muß ein 21jähriger Neonazi für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Dresdner Landgericht sprach den Angeklagten am Montag des Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall schuldig. Die Richter sahen es als erwiesen an, daß der einschlägig vorbestrafte Türsteher Willy K. nach dem Spiel zwischen Deutschland und der Türkei per SMS zu Aktionen gegen Ausländer aufgerufen hatte.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2009, Seite 5, Inland

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