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Irakischer Schuhwerfer rechtfertigt sich

Bagdad. Zum Prozeßauftakt in Bagdad hat der irakische Fernsehjournalist Muntader Al-Saidi seine spektakuläre Schuhattacke gegen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush verteidigt. Er habe die Kontrolle über seine Gefühle verloren, sagte Al-Saidi am Donnerstag vor Gericht. Bush habe von Erfolgen der USA im Irak gesprochen, während er selbst an eine Million Tote, vergossenes Blut, Razzien in Moscheen, vergewaltigte Irakerinnen und erniedrigte Iraker denken mußte. Um die Frage zu klären, ob Bushs Visite im Irak ein offizieller Staatsbesuch war, wurde der Prozeß nach rund 90 Minuten auf den 12. März vertagt. Die irakische Justiz wirft Al-Saidi »Aggression gegen den Präsidenten eines ausländischen Staates« vor.Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.
(AFP/JW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2009, Seite 1, Ausland

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