Zum Inhalt der Seite

Frauenrechtlerin im Iran verhaftet

Teheran. Im Iran ist eine Frauenrechtsaktivistin festgenommen worden. Ihre Anwältin erklärte am Sonntag, Nafiseh Asad sei am vergangenen Freitag von der Polizei abgeführt worden, als sie Unterschriften gesammelt habe. Die Aktivistin fordert gleiche Rechte für Frauen in der Ehe, im Fall einer Scheidung und im Erbrecht. Die Anwältin betonte, das Sammeln von Unterschriften sei nicht illegal. In den vergangenen drei Jahren wurden jedoch immer wieder Frauen festgenommen, die im Rahmen einer Unterschriftenkampagne gleiche Rechte einforderten. Im Iran brauchen Frauen die Erlaubnis eines männlichen Vormunds, um heiraten zu können. Nur Männer können eine Scheidung beantragen und Söhne erben von ihren Eltern doppelt so viel wie Töchter.(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.02.2009, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!