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Solidarität mit ­»Emmely«

Berlin. Barbara E. alias »Emmely«, die sich in Berlin gerichtlich gegen ihre Kündigung durch den Kaisers-Tengelmann-Konzern wehrt, bekommt prominente Unterstützung. Anläßlich der bevorstehenden Verhandlung am 27. Januar erklärte am Donnerstag auch Gesine Lötzsch, stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag und Bezirksvorsitzende der Partei Die Linke in Berlin-Lichtenberg, ihre Solidarität mit der Kassiererin. Die Gewerkschafterin Barbara E. hatte sich 2007 aktiv an Streikaktionen beteiligt und wurde zwei Wochen später rausgeschmissen. Dabei wurde eine Verdachtskündigung ausgesprochen, bei der nicht der Konzern die Schuld der Mitarbeiterin beweisen muß, sondern diese ihre Unschuld. Kaiser’s wirft Barbara E. vor, Flaschenpfand in Höhe von 1,30 Euro hinterzogen zu haben. Infolge der Kündigung verlor die Mutter dreier Kinder nach 31 Jahren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern mußte aufgrund der Hartz-IV-Gesetzgebung bereits in eine kleinere Wohnung umziehen. Lötzsch ruft gemeinsam mit dem »Solidaritätskomitee für Emmely« dazu auf, sich am heutigen Freitag um 16.30 Uhr an einer Kundgebung am Kottbusser Tor vor dem Kaiser’s-Supermarkt zu beteiligen. Vor dem Prozeß am kommenden Dienstag findet eine weitere Kundgebung »Weg mit der Verdachtskündigung!« statt (9.30 Uhr Landesarbeitsgericht Berlin, Magdeburger Platz 1).

(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 15, Feminismus

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