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UFO: Warnstreiks ­jederzeit möglich

Frankfurt/Main. Lufthansa-Passagiere müssen laut Gewerkschaft weiter jederzeit mit Flugbegleiter-Warnstreiks rechnen. »Es kann sein, daß es noch in dieser Woche Aktionen gibt«, sagte der Leiter Tarifpolitik bei der Unabhängigen Flugbegleiter-Organisation (UFO), Joachim Müller, am Mittwoch auf AP-Anfrage. Anzeichen für neue Verhandlungen gibt es nach seinen Worten nicht: »Wir warten weiter auf ein verbessertes Angebot der Lufthansa«, erklärte Müller. Die Tarifverhandlungen zwischen Airline und UFO waren am Freitag ergebnislos abgebrochen worden. Für die UFO, bei der nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der Lufthansa-Flugbegleiteter organisiert sind, wäre es der erste Streik ihrer Geschichte. Die Vorstellungen von Konzern und Gewerkschaft liegen noch immer weit auseinander: Die Lufthansa bietet nach eigenen Angaben ein Volumen von 6,1 Prozent für zwölf Monate zuzüglich einer Ergebnisbeteiligung für 2009 bis zu 3 Prozent. Die UFO fordert ein Paket mit einem Gesamtvolumen von 15 Prozent.

Um den Druck auf die Luft­hansa zu erhöhen, will die UFO Ausstände nur kurzfristig ankündigen, so daß kein Ersatz für die Stewardessen gefunden werden kann. Aus Sicherheitsgründen ist die Anwesenheit von Flugbegleitern für die meisten Passagierlinienflüge vorgeschrieben.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2009, Seite 4, Inland

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