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Greenpeace kritisiert Bundesregierung

Hamburg. Die Umweltorganisation Greenpeace fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Klimaschutz. Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens warnte am Dienstag in Hamburg: »Die Finanzkrise ist nichts im Vergleich zu den ökonomischen Kosten, die uns drohen, wenn wir den Klimaschutz weiter vernachlässigen.« Die Bundesregierung müsse deshalb die »enormen Chancen für neue Arbeitsplätze und Technologieexport« in diesem Bereich nutzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich zwar international für ehrgeizige Klimaziele stark gemacht, versage aber bei deren Umsetzung. In Brüssel habe Merkel »dafür gesorgt, daß die Klimaschutzauflagen für die deutsche Schwerindustrie, die Autohersteller und die Produzenten von Kohlestrom auf ein Minimum reduziert wurden«. Dabei sei offensichtlich, daß beispielsweise »nicht der Klimaschutz, sondern die Selbstgefälligkeit und Kurzsichtigkeit der deutschen Automanager das größte Risiko für die Arbeitsplätze der Branche ist«. Als Erfolg verbucht Greenpeace, daß die Kampagne gegen Pestizide in Obst und Gemüse alle großen deutschen Handelsketten dazu gebracht habe, bei den Herstellern auf geringere Rückstände zu drängen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2008, Seite 5, Inland

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