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Ver.di: Kündigungen sollte man verbieten

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Banken angesichts der globalen Finanzmarktkrise zu einem Kündigungsverzicht aufgefordert. »Notfalls« müsse die große Koalition Kündigungen per Gesetz verbieten. »Die Finanzkrise haben nicht die Beschäftigten verursacht«, erklärte Uwe Foullong vom ver.di-Bundesvorstand am Montag. Die Angestellten dürften jetzt nicht »zu Opfern einer kurzsichtigen Sparpolitik werden«. Zwar sei es »klar«, daß es Veränderungen in den Geschäftsmodellen geben müsse. »Aber die notwendigen Umstrukturierungen müssen und können ohne Kündigungen und gemeinsam mit den Beschäftigten, nicht gegen sie, bewältigt werden«, betonte Foul­long. Wenn Banken zunehmend den 500 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds in Anspruch nähmen, müsse die Bundesregierung den Vorständen die Auflage erteilen, niemanden zu entlassen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2008, Seite 1, Inland

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