-
21.11.2008
- → Feuilleton
Gothic geplündert
Der Rapper Bushido muß im Januar wegen Plagiatsvorwürfen vor das Landgericht Hamburg. Das teilte der Rechtsanwalt der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary, Alexander Duve, mit. Bei acht Stücken des Albums »Von der Skyline zum Bordstein zurück« (2006) hätten die Franzosen ihre eigenen Lieder wiedererkannt. Insgesamt gehe es bei den Urheberrechtsverletzungen um 16 Songs. Die Franzosen und ihre italienische Plattenfirma Sound Cave haben Bushido und dessen Label Ersguterjunge sowie die Plattenfirma Universal Music verklagt. Eine außergerichtliche Einigung sei gescheitert. Bestätigt wurde der Vorwurf durch ein Gutachten des Musikwissenschaftlers der Berliner Universität der Künste, Hartmut Fladt. Dieser wird von Duve mit den Worten zitiert, ihm sei noch nie »eine derart drastische Ausplünderung einer urheberrechtlich geschützten Quelle begegnet wie in diesem Fall«. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
