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Dokumentiert: DGB-Anforderungen an den Bildungsgipfel

Zum »Bildungsgipfel« der Kanzlerin sind bezeichenenderweise nicht die Leidtragenden der deutschen Bildungsmisere geladen, getagt wird hinter verschlossenen Türen und mit voraussehbar dürftigem Ertrag. Unter dem Motto »Mit guter Bildung in die Zukunft« hat sich deshalb am Montag der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Namen von Kindern, Schülern, Lehrern, Eltern, Auszubildenden und Studierenden mit zehn Anforderungen an die Bund-Länder-Konferenz gewandt. Darin betont der Gewerkschaftsdachverband einmal mehr die Notwendigkeit einer abgestimmten Bildungspolitik zwischen Bund, Länder und Kommunen. Bildungsarmut, Integration, Fachkräftemangel und demographischer Wandel »lassen sich nicht im kleinstaatlichen Nebeneinander lösen«, heißt es. Der DGB fordere »nachdrücklich eine nationale Diskussion über strategische Bildungsziele und wirksame Instrumente für deren Umsetzung«.

Die Forderungen lauten im einzelnen:

1. Bildung ist ein Menschenrecht – Bildungsarmut bekämpfen

2. Bildung ist staatliche Daseinsvorsorge – Privatisierung verhindern und Gebühren abschaffen

3. Bildung braucht Zeit – Ganztagsangebote ausbauen
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4. Bildung beginnt in der frühen Kindheit – Kitas verbessern

5. Eine gute Schule für alle Kinder fördert und unterstützt – Auslese der Kinder stoppen

6. Ausbildung schafft Lebensperspektiven – statt Warteschleifen die duale Berufsausbildung stärken und das schulische Angebot verbessern

7. Hochschulen sind Innovationsmotoren der Gesellschaft – akademische Bildung öffnen

8. Lebenslanges Lernen eröffnet Horizonte – Weiterbildung solide finanzieren.

9. Gute Bildung und gute Arbeit gehören zusammen – Professionalität der Beschäftigten stärken

10. Ein »zukunftsfähiges deutsches Bildungssystem« braucht eine nationale Strategie – mehr Geld in Bildung investieren.
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2008, Seite 3, Schwerpunkt

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