Zum Inhalt der Seite

Streit um Finanzen vor Bildungsgipfel

Frankfurt/Main. Im Vorfeld des Bildungsgipfels am Mittwoch hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Forderungen der Länder nach einem höheren Anteil an der Mehrwertsteuer für die Bildungspolitik ausgesprochen. »Das wird kein Finanzgipfel, auf dem Steueranteile neu verteilt werden«, sagte Merkel am Wochenende. Die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, Ulla Burchardt (SPD), bemängelte, daß es noch keine konkreten Ziele für den Gipfel gebe. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) wies die Vorwürfe zurück. »Es wird ein Papier geben, das zeigt, wie sich Bund und Länder in die Pflicht nehmen lassen«, sagte die CDU-Politikerin. Sie wiederholte ihre Zusage, bis 2012 sechs Milliarden Euro zusätzlich »für die Qualifizierungsinitiative, aber auch für die Stärkung der frühkindlichen wie auch der beruflichen Bildung« bereitzustellen. Sie bekräftigte ihre Erwartung, daß die Bundesländer ihrerseits in den Schulhaushalten nicht sparen.(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 20.10.2008, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!