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Bikinis auf Bali

Nach monatelangen Debatten hat das indonesische Parlament eine Ausnahme von seinem geplanten »Anti-Pornographie-Gesetz« akzeptiert: An den Touristenstränden wie auf der Insel Bali dürfen weiter Bikinis getragen werden. Der Gesetzentwurf war von konservativen islamischen Abgeordneten eingebracht worden und wurde monatelang heiß debattiert. Er sieht Strafen für alle Taten und Werke vor, die sexuelles Verlangen befördern und daher »die Sittlichkeit der Gemeinschaft gefährden«. Der wachsende Widerstand von laizistischen Organisationen, gemäßigten Muslimen und Abgeordneten aus Bali zwang die Autoren des Gesetzes schließlich zu Zugeständnissen. Vertreter Balis hatten für den Fall eines Bikiniverbotes einen Rückgang der Besucherzahlen befürchtet. In diesem Jahr rechnet der Archipel mit sieben Millionen Touristen, die rund 4,5 Milliarden Euro hinterlassen sollen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2008, Seite 12, Feuilleton

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