Zum Inhalt der Seite

Ankara suspendiert 19 Beamte

Istanbul. Die türkische Regierung hat nach dem Foltertod eines Untersuchungshäftlings in Istanbul 19 Justizvollzugsbeamte vom Dienst suspendiert. Zugleich entschuldigte sich Justizminister Mehmet Ali Sahin am Dienstag bei den Hinterbliebenen des vergangene Woche gestorbenen Häftlings Engin Ceber. Er werde den Foltervorwürfen nachgehen und den Fall ohne Ansehen der beteiligten Personen aufklären, erklärte der Minister nach einer Meldung des türkischen Nachrichtensenders NTV. Ceber war Ende September in Istanbul zusammen mit anderen Aktivisten der linksgerichteten Zeitschrift Yürüyüs (Der Marsch) festgenommen worden. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!