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15.09.2008
- → Feuilleton
Wundersame RAF
Die von Bernd Eichinger produzierte Terror-Terrine »Der Baader Meinhof Komplex«, die nächste Woche in den Kinos anläuft, will Regisseur Volker Schlöndorff nicht recht schmecken. »Eine große Schießorgie wäre nicht das, was mir zur RAF heute einfällt«, sagte Schlöndorff am Samstag im Deutschlandradio Kultur. »Action« wäre das Letzte gewesen, was er zum Thema filmisch umgesetzt hätte. »Das wäre eher die Verzweiflung der als Idealisten gestarteten und als Fanatiker völlig in einer Ecke endenden Leute gewesen«, so der 69jährige.
Unterdessen rühmt sich Uli Edel, der Regisseur von »Der Baader Meinhof Komplex«, zur Vorbereitung des Films auch mit mehreren Ex-RAFlern gesprochen zu haben. »Neben Klatsch, wer in der RAF mit wem schlief, oder wie viele Millionen sie wirklich aus den Banken geholt hatten, erfuhr ich auch, wie die Massaker genau abliefen«, sagte er dem Focus. Die RAF verübte also keine politischen Morde, sondern »Massaker«, vermutlich am deutschen Volk. Die befragten RAFler wollten laut Edel alle Geld, bevor sie Auskunft gaben, wundert er sich, der für Leute arbeitet, die davon träumen, sie würden damit einen Oscar gewinnen, um weltweit abzuräumen. (ddp/AP/jW)
Unterdessen rühmt sich Uli Edel, der Regisseur von »Der Baader Meinhof Komplex«, zur Vorbereitung des Films auch mit mehreren Ex-RAFlern gesprochen zu haben. »Neben Klatsch, wer in der RAF mit wem schlief, oder wie viele Millionen sie wirklich aus den Banken geholt hatten, erfuhr ich auch, wie die Massaker genau abliefen«, sagte er dem Focus. Die RAF verübte also keine politischen Morde, sondern »Massaker«, vermutlich am deutschen Volk. Die befragten RAFler wollten laut Edel alle Geld, bevor sie Auskunft gaben, wundert er sich, der für Leute arbeitet, die davon träumen, sie würden damit einen Oscar gewinnen, um weltweit abzuräumen. (ddp/AP/jW)
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