Zum Inhalt der Seite

Callcenter-Schließung: Merkel soll eingreifen

Berlin. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert, sich in den Konflikt um die Verlagerung von Arbeitsplätzen in den Callcentern der Deutschen Telekom einzuschalten. Als größtem Anteilseigner dürfe sich der Bund nicht allein darauf berufen, daß dies eine rein betriebswirtschaftliche Entscheidung sei, sagte Wowereit am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Hier gehe es um die Arbeitsplätze von 920 Menschen.

Die Deutsche Telekom will die fünf Berliner Callcenter-Standorte schließen und die Stellen nach Frankfurt (Oder) verlagern. Vorgesehen ist auch die Aufgabe des Callcenters in Potsdam. Die 133 Mitarbeiter dort sollen nach Magdeburg wechseln.(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2008, Seite 2, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!