-
29.08.2008
- → Inland
Streit in SPD verschärft sich
Hamburg/Wiesbaden. Im SPD-internen Streit um den Kurs des hessischen Landesverbandes verschärft sich der Ton. Der zum Parteivorstand und linken SPD-Flügel gehörende Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer warf SPD-Vize und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück am Donnerstag »unerträgliche sprachliche Entgleisungen« vor. Hintergrund ist dessen Kritik an der Annäherung der Hessen-SPD an die Linkspartei. Steinbrück hatte gesagt, wegen Hessen stehe die SPD »zwischen Pest und Cholera«. In einem Brief an Steinbrück schreibt Scheer laut einer Mitteilung von stern.de vom Donnerstag: »Du hast damit die Grenze des Zumutbaren im politischen und persönlichen Umgang überschritten.« Laut Bericht wirft Scheer Steinbrück in dem Brief »eine Sprache des populistischen Aufwiegelns dumpfer Ressentiments« vor, die »abschreckend und abstoßend« wirke. Steinbrück solle sich bei Ypsilanti entschuldigen. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland