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Streit in SPD verschärft sich

Hamburg/Wiesbaden. Im SPD-internen Streit um den Kurs des hessischen Landesverbandes verschärft sich der Ton. Der zum Parteivorstand und linken SPD-Flügel gehörende Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer warf SPD-Vize und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück am Donnerstag »unerträgliche sprachliche Entgleisungen« vor. Hintergrund ist dessen Kritik an der Annäherung der Hessen-SPD an die Linkspartei. Steinbrück hatte gesagt, wegen Hessen stehe die SPD »zwischen Pest und Cholera«. In einem Brief an Steinbrück schreibt Scheer laut einer Mitteilung von stern.de vom Donnerstag: »Du hast damit die Grenze des Zumutbaren im politischen und persönlichen Umgang überschritten.« Laut Bericht wirft Scheer Steinbrück in dem Brief »eine Sprache des populistischen Aufwiegelns dumpfer Ressentiments« vor, die »abschreckend und abstoßend« wirke. Steinbrück solle sich bei Ypsilanti entschuldigen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2008, Seite 5, Inland

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