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Streit zwischen Pjöngjang und Seoul

Seoul. Zwischen Pjöngjang und Seoul hat sich der Streit um den Tod einer südkoreanischen Touristen im Norden der Halbinsel verschärft. Seoul habe damit begonnen, seine Angestellten aus dem nordkoreanischen Feriengebiet am Berg Kumgang zurückzuholen, sagte ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums am Sonntag in der südkoreanischen Hauptstadt. Der erste sei noch am Samstag ausgereist. Bis Donnerstag sollten zehn weitere Angestellte der staatlichen Tourismus-Organisation Südkoreas sowie neun Regierungsangestellte, die mit der Zusammenführung getrennter Familien beauftragt seien, die Volksrepublik verlassen.

Südkorea reagierte mit der Rückbeorderung auf die Ankündigung Nordkoreas, die Angestellten des Südens auszuweisen. Hintergrund für die Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden ist der Tod einer südkoreanischen Touristin Mitte Juli. Die 53jährige war in der Nähe des Feriengebietes von einem nordkoreanischen Grenzsoldaten erschossen worden. Sie hatte nach südkoreanischen Angaben einen Zaun überquert und militärisches Sperrgebiet betreten. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2008, Seite 7, Ausland

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