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08.08.2008
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IG BAU bekräftigt Vorwürfe an Charité
Berlin. Die Gewerkschaft IG BAU und die Berliner Charité streiten weiter um den Umgang mit Reinigungskräften des Universitätsklinikums. Beide warfen der jeweils anderen Seite am Mittwoch falsche Angaben vor. Die Charité kritisierte Vorwürfe zu angeblich ungenügendem Impfschutz als »haltlos«, die Gewerkschaft verwies dagegen auf eine ihr vorliegende interne Liste. Nach Angaben der IG BAU verfügen der Liste zufolge nur 93 von insgesamt 913 Beschäftigten der Charité-Tochterfirma Charité Facility Management GmbH (CFM) über einen ausreichenden Impfschutz. Die Liste führe alle betreffend Beschäftigten namentlich auf.
Die Charité teilte dagegen mit, eine Prüfung habe ergeben, daß 82 Prozent der 605 untersuchten Reinigungskräfte »zuverlässig gegen Infektionen geschützt« seien. Bei 97 Personen sei wegen einer »natürlichen Immunität« kein Impfschutz erforderlich, 399 seien geimpft worden. 109 Personen hätten auf das Impfangebot verzichtet.
Der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, nannte die IG-BAU-Vorwürfe »an Verleumdung grenzend«. Wie aus Charitékreisen verlautete, soll auf juristische Schritte jedoch verzichtet werden. Unterschiedliche Mitarbeiterzahlen geben beide Seiten wegen verschiedener Berechnungsgrundlagen an.
(ddp/jW)
Die Charité teilte dagegen mit, eine Prüfung habe ergeben, daß 82 Prozent der 605 untersuchten Reinigungskräfte »zuverlässig gegen Infektionen geschützt« seien. Bei 97 Personen sei wegen einer »natürlichen Immunität« kein Impfschutz erforderlich, 399 seien geimpft worden. 109 Personen hätten auf das Impfangebot verzichtet.
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Der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, nannte die IG-BAU-Vorwürfe »an Verleumdung grenzend«. Wie aus Charitékreisen verlautete, soll auf juristische Schritte jedoch verzichtet werden. Unterschiedliche Mitarbeiterzahlen geben beide Seiten wegen verschiedener Berechnungsgrundlagen an.
(ddp/jW)
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