-
08.08.2008
- → Inland
Giordano gegen Anti-Islamkongreß
Köln. Der Kölner Schriftsteller und Islamkritiker Ralph Giordano hat sich nachdrücklich gegen den in Köln am 19. und 20. September geplanten »Anti-Islamisierungskongreß« ausgesprochen. Er werde sich nicht vor den »rechtsextremen Karren« spannen lassen, sagte Giordano dem Kölner Stadt-Anzeiger (Donnerstagausgabe). Die rechtsextremen Organisationen »Pro Köln« und »Pro NRW« hatten sich zuvor auf Äußerungen Giordanos berufen, nach denen die Integration in Deutschland gescheitert sei und er vor »falscher Toleranz« bei der Verfolgung von Straftaten ausländischer Jugendlicher warne. Zu dem Kongreß haben sich rechte Politiker aus Belgien, Frankreich, Österreich und Italien angesagt.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland