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Merrill Lynch stößt faule Kredite ab

New York. Die strauchelnde US-Investmentbank Merrill Lynch stößt in großem Umfang faule Immobilienpapiere ab. Zugleich will sie sich durch Ausgabe neuer Aktien 8,5 Milliarden Dollar frisches Kapital besorgen. Das teilte der Finanzkonzern am Montag abend nach Börsenschluß in New York mit. Erneut mußte Merrill Lynch 5,7 Milliarden Dollar auf wertlos gewordene Hypothekenpapiere abschreiben, seit Beginn der US-Immobilienkrise sind es damit fast 40 Milliarden Dollar.
Merrill Lynch wird den Angaben zufolge mit zweifelhaften Hypotheken besicherte Papiere im Nominalwert von 30,6 Milliarden Dollar für nur 6,7 Milliarden Dollar an die Investorengruppe Lone Star Funds verkaufen. Das bedeutet einen Abschlag von fast 80 Prozent. Damit blieben nur noch 8,8 Milliarden Dollar in den Bilanzen der Bank, erklärte dasUnternehmen. Dies stelle »einen bemerkenswerten Meilenstein bei der Reduzierung des Gesamt­risikos« dar, sagte Vorstandschef John Thain.
(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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