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28.07.2008
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»Solar-Pflicht« soll gekippt werden
München. Das Regierungspräsidium in Gießen will die bundesweit einmalige Marburger Satzung kippen, die grundsätzlich Solardächer bei Neubauten sowie bei größeren Investitionen in Altbauten vorschreibt. Wie das Nachrichtenmagazin Focus am Sonntag meldete, soll die Entscheidung im August bekanntgegeben werden. Nach Auffassung des Regierungspräsidiums greift der Beschluß des von SPD, Linkspartei und Grünen dominierten Stadtparlaments in die Eigentumsrechte der Hausbesitzer ein und berücksichtigt nicht lokale Klimagesichtspunkte. Die hessische Kommune will im Fall der Ablehnung beim Verwaltungsgericht klagen.
Die Marburger Stadtverordnetenversammlung hatte die »Solarsatzung« im Juni verabschiedet. Sie soll zum 1. Oktober in Kraft treten.
(AFP/jW)
Die Marburger Stadtverordnetenversammlung hatte die »Solarsatzung« im Juni verabschiedet. Sie soll zum 1. Oktober in Kraft treten.
(AFP/jW)
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