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11.07.2008
- → Feminismus
Hausangestellte als Sklavinnen
Jakarta. In Saudi-Arabien werden nach Angaben von Human Rights Watch Hausangestellte aus Asien nicht selten wie Sklavinnen gehalten. Die Menschenrechtsorganisation berichtete am Dienstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta über weitreichenden Mißbrauch. Manche Angestellte erhielten nach diesen Angaben jahrelang keinen Lohn, würden gegen ihren Willen festgehalten oder geschlagen und vom Hausherrn sexuell mißbraucht. Diese würden selten bestraft.
Die Organisation forderte die Regierung in Riad auf, die Frauen besser zu schützen. »Im besten Fall haben die Wanderarbeiterinnen gute Arbeitsbedingungen und freundliche Arbeitgeber, aber im schlimmsten Fall werden sie wie Sklavinnen behandelt. Für die meisten liegt die Realität irgendwo dazwischen«, sagte die Autorin des Berichts, Nisha Varia, in Jakarta. »Die saudische Regierung sollte dafür sorgen, daß Arbeitsschutzgesetze auch für Hausangestellte gelten«, forderte sie.
In dem Land arbeiten demnach etwa 1,5 Millionen Hausangestellte, überwiegend aus Indonesien, Sri Lanka, den Philippinen und Nepal. Einige müßten jeden Tag 18 Stunden arbeiten und hätten keine freien Tage. Hausherren und -herinnen nähmen den jungen Frauen oft den Reisepaß weg und sperrten sie ein. Von 86 Frauen, die die Organisation befragte, lebten 36 »unter sklavenähnlichen Bedingungen«.(AP/jW)
Die Organisation forderte die Regierung in Riad auf, die Frauen besser zu schützen. »Im besten Fall haben die Wanderarbeiterinnen gute Arbeitsbedingungen und freundliche Arbeitgeber, aber im schlimmsten Fall werden sie wie Sklavinnen behandelt. Für die meisten liegt die Realität irgendwo dazwischen«, sagte die Autorin des Berichts, Nisha Varia, in Jakarta. »Die saudische Regierung sollte dafür sorgen, daß Arbeitsschutzgesetze auch für Hausangestellte gelten«, forderte sie.
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In dem Land arbeiten demnach etwa 1,5 Millionen Hausangestellte, überwiegend aus Indonesien, Sri Lanka, den Philippinen und Nepal. Einige müßten jeden Tag 18 Stunden arbeiten und hätten keine freien Tage. Hausherren und -herinnen nähmen den jungen Frauen oft den Reisepaß weg und sperrten sie ein. Von 86 Frauen, die die Organisation befragte, lebten 36 »unter sklavenähnlichen Bedingungen«.(AP/jW)
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