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04.07.2008
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Neue Anklage im Fall Siemens
Nürnberg. In der Siemens-Affäre um verdeckte Zahlungen an die Scheingewerkschaft AUB hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag Anklage gegen den früheren Konzernvorstand Johannes Feldmayer erhoben. Damit soll sich erstmals ein früheres Mitglied des obersten Führungszirkels des Konzerns vor Gericht verantworten. Ihm wird Beihilfe zur Untreue in Tateinheit mit Betrug, Steuerhinterziehung sowie Beihilfe dazu zur Last gelegt. Feldmayer soll den Ermittlern zufolge AUB-Chef Wilhelm Schelsky über einen Beratervertrag von 2001 bis 2006 etwa 30,3 Millionen Euro zukommen haben lassen. Zudem habe Feldmayer Siemens finanziellen Schaden zugefügt, denn er und Schelsky seien sich einig gewesen, daß die in dem Vertrag aufgeführten Leistungen gar nicht erbracht werden sollten.(AP/jW)
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