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Vorwürfe gegen Telekom bekräftigt

Frankfurt/Main. Die Wirtschaftswoche hat am Wochenende ihren Vorwurf, die Telekom habe auf der Suche nach Computerhackern in den 90er Jahren auch Telefonate abgehört, bekräftigt. Ein nach dem Lauschangriff verfaßter Vermerk eines beteiligten Beamten belege, daß es nicht – wie von der Telekom behauptet – nur um die Erfassung von Steuersignalen, den sogenannten Hackercodes, gegangen sei. Der stellvertretende Aufsichtsrats­chef Lothar Schröder kündigte unterdessen gegenüber der Zeitung Euro am Sonntag an, wegen der aktuellen Bespitzelungsaffäre in den kommenden zwei Wochen Strafanzeige gegen das Unternehmen zu stellen. Schröder sitzt für die Gewerkschaft ver.di im Aufsichtsrat der Telekom, die in den Jahren 2005 und 2006 Journalisten, Aufsichtsräte und möglicherweise auch Vorstandsmitglieder bespitzelt hat. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2008, Seite 1, Inland

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