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DGB attackiert Ostunternehmer

Chemnitz. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ostdeutsche Unternehmer scharf angegriffen. Viele Arbeitgeber bekämpften gewerkschaftliche Betätigung massiv und agierten dabei ausgesprochen radikal, sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse (Mittwochausgabe). Er betonte: »Man könnte oft meinen, daß sie den Standpunkt vertreten, nach dem Realsozialismus sei jetzt der Brutalkapitalismus an der Reihe und nicht die soziale Marktwirtschaft.« Sommer fügte hinzu, es sei »völlig widersinnig«, daß der Staat sich bereit erkläre, »anstelle der Arbeitgeber flächendeckend Teile des Lohns zu bezahlen. Heute bereits würden etwa zwei Milliarden Euro an ergänzenden »Hartz IV«-Leistungen gezahlt. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2008, Seite 4, Inland

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