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Unterschriften gegen Gesundheitskarte

Berlin. Ärzte und Bürgerrechtler haben dem Bundesgesundheitsministerium am Freitag 8500 Protestunterschriften gegen die elektronische Gesundheitskarte übergeben. Nach Ansicht der Ärzteorganisation IPPNW verletze die geplante Chipkarte das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, sagte IPPNW-Vorstand Matthias Jochheim vor der Übergabe in Berlin. Außerdem sei die ärztliche Schweigepflicht »in gravierender Weise bedroht«. Die zentrale Speicherung sämtlicher Gesundheitsdaten ermögliche die Überwachung sowohl der Behandlungsmethoden der Ärzte als auch der Lebensführung der Patienten. Die Einführung des Systems hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bereits begonnen und soll schrittweise erfolgen.(ddp/jW)


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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2008, Seite 5, Inland

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