-
03.04.2008
- → Ausland
Frankreich: Ermittlungen nach Foltervorwürfen
Paris. Die französischen Streitkräfte haben nach dem Foltervorwurf gegen mehrere Soldaten Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben schwedischer Truppen sollen die Franzosen 2003 auf einem Militärstützpunkt im Kongo einen Kongolesen mißhandelt haben. Sie waren damals im Rahmen der EU-Friedensmission »Artemis« in dem afrikanischen Staat stationiert. Wie der Generalstab am Mittwoch bekanntgab, wurde nach ersten Überprüfungen mit widersprüchlichen Ergebnissen nun eine »tiefgreifende Ermittlung« eingeleitet. In einer schwedischen Fernsehdokumentation, die am Mittwoch abend ausgestrahlt werden sollte, werden schwedische Soldaten zitiert. Sie geben an, die französischen Soldaten hätten dem Gefangenen eine Kapuze über den Kopf gezogen, einen Strick um den Hals gelegt und ihn mit Stöcken geschlagen. (AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland