-
19.03.2008
- → Feuilleton
11000:400000
Das vom Berliner SPD-Linkspartei-Senat eingeführte »Drei-Euro-Kulturticket« wird wesentlich schwächer angenommen als erwartet. Die ermäßigte Eintrittskarte für inzwischen 20 Theater, Opern und Konzerthäuser, die von Langzeitarbeitslosen und anderen Bedürftigen erworben werden kann, habe nicht für einen spürbaren Anstieg der Besucherzahlen gesorgt, berichtet die Berliner Zeitung (Dienstagausgabe). Die Inanspruchnahme liege beim Deutschen Theater oder der Deutschen Oper sogar nur im Promillebereich aller verkauften Tickets. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr insgesamt knapp 11000 der Billigstkarten abgegeben, zumeist als Restkontingent nicht ausverkaufter Vorstellungen an der Abendkasse. Dies sei zwar »mehr als fünfmal ein volles Haus in der Deutschen Oper«, sagte der Sprecher der Kulturverwaltung, Torsten Wöhlert, doch gebe es etwa 400000 Anspruchsberechtigte in Berlin. Geht man von Mehrfachbesuchen aus, nutzten das Angebot lediglich rund ein bis zwei Prozent von ihnen. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
