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NRW will von Nokia Geld zurück

Düsseldorf. Das Land Nord­rhein-Westfalen fordert vom Nokia-Konzern fast 60 Millionen Euro zurück. Nach Überzeugung des Landeswirtschaftsministeriums hat der Handyhersteller die Arbeitsplatzzusagen nicht erfüllt, die mit den Finanzhilfen verbunden waren. Das Ministerium erklärte am Dienstag, zurückgefordert würden Subventionszahlungen von rund 41 Millionen Euro und die aufgelaufenen Zinsen. Für die Zahlung der Millionensumme hat das Land Nokia eine Frist bis zum 31. März gesetzt. Zahlt der Konzern nicht, will das Land den Anspruch gerichtlich durchsetzen.

Nach Angaben des Ministeriums hätte Nokia im Bochumer Werk mindestens 2860 Arbeitsplätze schaffen müssen. Dieser Wert sei jedoch in den Jahren 2002 bis 2004 jeweils um 300 bis 400 Stellen verfehlt worden, wie eine aktuelle Erhebung ergeben habe. Nokia-Sprecherin Kristina Bohlmann erklärte dagegen, der Konzern habe der öffentlichen Hand regelmäßig Rechenschaft darüber abgelegt, wie sich die Mitarbeiterzahl zusammensetze. Das sei nie beanstandet worden.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2008, Seite 1, Inland

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