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Mehr Steuerfahnder gefordert

Berlin. Eine drastische Aufstockung des Personals in den Finanzämtern fordert die deutsche Steuergewerkschaft. »Die Steuerverwaltung ist an ihrer Leistungsgrenze angelangt«, sagte Gewerkschaftschef Dieter Ondracek am Dienstag in Berlin. Er appellierte an die Finanzminister, 5000 Mitarbeiter für den Innendienst, 4000 Betriebsprüfer und 1000 Steuerfahnder einzustellen. Derzeit kämen auf einen Steuerfahnder jährlich 18297 Fälle. Außerdem müsse die Bundesregierung mit allen europäischen Staaten Amts- und Rechtshilfeersuchen schließen. Um die Meidung der Steuerpflicht durch die Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland zu umgehen, solle diese in Zukunft stärker an die Nationalität gebunden werden, sagte Ondracek.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2008, Seite 4, Inland

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