Zum Inhalt der Seite

Soko Spatzen

Am Abend des 6. März 1998 fand ein Lkw-Fahrer den Manager der Kastelruther Spatzen, Karl-Heinrich Gross, schwerverletzt in einem Magdeburger Industriegebiet. Er starb noch kurz darauf in der städtischen Uniklinik im Alter von 39 Jahren. Auf der Akte des ermittelnden Staatsanwalts Frank Baumgarten steht immer noch »Mord« - kein Raubmord wahrscheinlich, da das Opfer rund 7000 Mark in bar bei sich hatte. Wahrscheinlich wurde Gross erst angefahren, dann mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen und zu der Lagerhalle transportiert. Baumgarten: »Solche Szenarien beobachtet man äußerst selten.« Nachdem eine Ermittlungsgruppe mit mehr als 20 Kriminalisten – die Soko »Spatzen« – erfolglos »in alle Richtungen ermittelt« hat, ruht das Verfahren. Der Staatsanwalt erinnert an seine Kollegen vom Film, wenn er sagt: »Wenn ich den Fundort betrachte, dann kann der Täter nicht weit sein«. Die Volksmusikgruppe ist zur Zeit wieder auf Deutschlandtournee. Magdeburg steht nicht auf dem Programm. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2008, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!