Zum Inhalt der Seite

Kenia: Rice drängt auf große Koalition

Nairobi. US-Außenministerin Condoleezza Rice hat den kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki und seinen Widersacher Raila Odinga zur Bildung einer großen Koalition gedrängt. »Es muß eine Vereinbarung geben, die eine reale Aufteilung der Macht ermöglicht«, sagte Rice am Montag bei einem Besuch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Als »guter Freund« wollten die Vereinigten Staaten darauf hinwirken, daß es in Nairobi eine »legitime Regierung« gebe. US-Präsident George W. Bush hatte sich während seiner derzeitigen Rundreise durch mehrere afrikanische Staaten ebenfalls für eine »Teilung der Macht« zwischen den kenianischen Konfliktparteien ausgesprochen. Ursprünglich hatte Washington direkt nach Veröffentlichung des offensichtlich manipulierten Wahlergebnisses Ende Dezember Kibaki umgehend zu seiner »Wiederwahl« beglückwünscht.

Rice traf mit dem UN-Vermittler, Exgeneralsekretär Kofi Annan, zusammen. Ein umfassendes Abkommen sei »sehr nahe«, hatte Annan Ende vergangener Woche gesagt.(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen