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Solidarität mit Kuba

Das Einfache, das schwer zu machen ist

Sommer der Solidarität: Wichtig nicht nur für Kuba

Von Aktion und Kommunikation
Foto: jW

Seit der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA und der Verschärfung der Wirtschaftsblockade ist die Versorgungssituation auf Kuba prekär. Washington droht jedem Drittstaat, der die Insel beliefert, mit Strafzöllen – ein Instrument, mit dem sich auch Mexiko von Kuba fernhalten lässt. Internationale Reedereien nehmen keine Frachtaufträge mehr nach Kuba an. Das ist gravierend, da der Inselstaat auf Seehandel angewiesen ist. Das Teile-und-herrsche-Prinzip des kapitalistischen Systems kann neben sich keine anderen dulden. Die völkerrechtswidrige Blockade, seit über 60 Jahren Strafe für die Weigerung des kubanischen Volkes, sich den Interessen des US-Kapitals zu unterwerfen, hat eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Gegen Entsolidarisierung

Das Teile-und-herrsche-Prinzip fördert auch die Entsolidarisierung hier im Lande, das Treten nach unten, die Angriffe auf die verbliebenen Reste des Sozialstaats: den Achtstundentag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Existenzminimum für Geflüchtete, Rente. Beschäftigte gegen Erwerbslose, Einheimische gegen Geflüchtete, Jung gegen Alt. Während über die vermeintlich Schuldigen gestritten wird, geraten die Ursachen aus dem Blick. Wer sich gegenseitig für steigende Mieten, sinkende Löhne oder den Abbau sozialer Sicherheit verantwortlich macht, fragt weniger danach, wer von diesen Verhältnissen profitiert. Entsolidarisierung beginnt dort, wo wir aufhören, die gemeinsamen Interessen zu erkennen. Gerade deshalb ist Solidarität mit Kuba auch eine Frage der Solidarität hierzulande: Sie bedeutet, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen.

Solidarität basiert auf dem Verständnis, dass die Kämpfe der Werktätigen hier und der Überlebenskampf des kubanischen Volkes miteinander verbunden sind und denselben Gegner haben: den Imperialismus, der jede Alternative zur kapitalistischen Ordnung mit Sanktionen und Gewalt erstickt, der die Reste der Errungenschaften der Arbeiterbewegung schleift. Der Sommer der Solidarität gilt daher nicht nur Kuba. Er gilt anderen unterdrückten Völkern, Streikenden hier, allen, deren Kämpfe in den bürgerlichen Medien allenfalls als Randnotiz auftauchen.

Öffentlichkeit schaffen

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Solidarität braucht Öffentlichkeit. Sie braucht Informationen, Austausch und die Möglichkeit, derartige Zusammenhänge zu erkennen. Sie entsteht nicht einfach von selbst. Die junge Welt ist Teil dieser Öffentlichkeit. Die Zeitung berichtet über Arbeitskämpfe und soziale Bewegungen, über internationale Solidarität und politische Entwicklungen. Die Unterstützung eines unabhängigen Mediums ist eine ganz konkrete Form der Solidarität. Ein Abo ist damit nicht nur der tägliche Bezug einer Zeitung. Es ist auch ein Eintreten dafür, dass Themen sichtbar bleiben. Dass Arbeitskämpfe, soziale Fragen und internationale Perspektiven ihren Platz in der Öffentlichkeit haben, dass die völkerrechtswidrige Blockade Kubas nicht totgeschwiegen wird.

Doch die junge Welt berichtet nicht nur. Sie unterstützt auch die Protestwache eines großen, kubasolidarischen Bündnisses vom 12. bis zum 19. September in Berlin. Gegenüber des Brandenburger Tors, nahe der US-Botschaft, bietet die Protestwache täglich ein inhaltliches Programm zu vielfältigen Aspekten der Solidarität mit Kuba. Eingerahmt von kämpferischen Auftakt- und Abschlusskundgebungen, ergänzt um ein Kulturprogramm und nächtliche Filmvorführungen, wird ein starkes Zeichen der Solidarität mit Kuba gesetzt werden. Im Sommer der Solidarität bietet die junge Welt ihr Aktionsabo mit 50 Prozent Rabatt an. Eine Einladung, die Zeitung kennenzulernen – und eine unabhängige Stimme zu unterstützen, die seit Jahrzehnten über die Interessen arbeitender Menschen, soziale Kämpfe und internationale Solidarität berichtet. Was uns von Kuba trennt, sind Tausende Kilometer. Was uns verbindet, ist der Widerstand gegen Ausbeutung, Unterdrückung und die Politik des Gegeneinanderausspielens.

Themen:
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2026, Seite 16, Aktion

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