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Südkorea: Ohne Ministerium für Vereinigung

Seoul. Unter dem designierten südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak zeichnet sich eine härtere Linie gegenüber Nordkorea an. Das Ministe­rium für Wiedervereinigung soll es künftig nicht mehr geben, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von Lees Mitarbeiterstab hervorgeht. Statt dessen sollen die Beziehungen zum kommunistischen Norden über das Außenministerium abgewickelt werden. Beobachter maßen dieser Ankündigung vor allem eine hohe symbolische Bedeutung bei. Das Ministerium für Wiedervereinigung ist von südkoreanischen Konservativen häufig kritisiert worden, eine zu sanfte Linie gegenüber Pjöngjang zu vertreten. Eine grundlegende Abkehr vom Streben nach Wiedervereinigung wird allerdings nicht erwartet.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2008, Seite 6, Ausland

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