Zum Inhalt der Seite

Gesetzentwurf für Mindestlohn vorgelegt

Berlin. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat einen Plan für Gesetzesänderungen zur Durchsetzung branchenspezifischer Mindestlöhne vorgelegt. Der rechtliche Rahmen für Mindestlöhne solle bis zur Sommerpause stehen, sagte er der Berliner Zeitung. Bei den Ausarbeitungen des Ministeriums handelt es sich um Änderungen am Arbeitnehmerentsendegesetz, mit dem Mindestlohnvereinbarungen für allgemeinverbindlich für alle Unternehmen der Branche erklärt werden können, sowie um eine Novelle des Gesetzes über Arbeitsmindestbedingungen. Damit können Lohnuntergrenzen auch in jenen Wirtschaftszweigen eingezogen werden, in denen die Tarifbindung nach bisheriger Gesetzeslage zu gering ist.

Die Gewerkschaft IG BCE kritisierte das Vorhaben von Scholz als »Angriff auf die Tarifautonomie«. Der Direktor des unternehmernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, warnte in Bild am Sonntag, die Pläne gefährdeten bis zu vier Millionen Jobs.(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.01.2008, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!