-
02.01.2008
- → Feuilleton
Zum aus der Haut fahren
Ab dem Jahr 2009 soll Jugendlichen unter 18 Jahren der Zutritt zu Solarien gesetzlich untersagt werden. Weil junge Menschen ein stark erhöhtes Hautkrebsrisiko haben, sollten sie bisher schon auf freiwilliger Basis von Studiobetreibern von der Benutzung ausgeschlossen werden. »Bislang haben sich jedoch gerade einmal 160 von mehreren tausend Solarien einer entsprechenden Initiative angeschlossen«, klagt Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz in der Apotheken Umschau. Darum plant Umweltminister Sigmar Gabriel nun das gesetzliche Verbot, das Bestandteil eines komplexen Umweltgesetzbuches sein wird. Jedes Jahr erkranken bundesweit rund 100000 Menschen an Hautkrebs, darunter etwa 15000 an der gefährlichen »schwarzen« Variante. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe wurde dieser Tumor früher fast ausschließlich bei Menschen jenseits des 50. Lebensjahres diagnostiziert. Heute trete er schon bei 20jährigen auf.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton