Zum Inhalt der Seite

2000 Palästinenser auf See festgesetzt

Jerusalem. Israel will mehr als 2000 palästinensische Pilger, die nach ihrer Rückkehr aus Mekka nicht über Israel in den Gazastreifen zurückkehren wollen, trotzdem kontrollieren. Verteidigungsminister Ehud Barak lehne es ab, die Pilger von einer Kontrolle zu befreien, berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag. Ägyptischen Angaben zufolge sitzen etwa 2250 Palästinenser auf zwei Fährschiffen vor dem ägyptischen Hafen Nuweiba an der Sinai-Küste fest. Nach Angaben aus ägyptischen Polizeikreisen weigerten sich die Pilger bislang, über Israel in den Gazastreifen zurückzukehren, weil sie Repressalien von seiten der Armee Tel Avivs befürchten.

Kairo hatte den Pilgern Anfang Dezember die Ausreise über den Kontrollposten Rafah im Süden des Gazastreifens ausnahmsweise erlaubt. Rafah ist seit der alleinigen Regierungsübernahme der Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen offiziell geschlossen. Israel hatte gegen die Ausnahmegenehmigung wegen Sicherheitsbedenken protestiert. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2007, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!