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Nepal: Exrebellen werden Minister

Kathmandu. Der nepalesische Ministerpräsident Girija Prasad Koirala hat am Sonntag fünf ehemalige maoistische Rebellen zu Ministern ernannt. Damit endet eine langwierige politische Krise in dem Land. Sieben Parteien hatten zuvor eine Grundsatzvereinbarung für den Übergang zur Republik unterzeichnet, darin wurde auch die Bildung einer neuen Regierung geregelt. Erst am Freitag beschloß das Parlament daraufhin mit großer Mehrheit die Abschaffung der Monarchie.

Vor der faktischen Beseitigung der Monarchie sollen noch Wahlen für eine Sonderversammlung stattfinden, die für Mitte April erwartet werden. Die Maoisten hatten 2006 nach zehn Jahren den bewaffneten Kampf beendet und einen Friedensprozeß eingeleitet. Vor drei Monaten verließen sie eine Übergangsregierung, da die übrigen Parteien damals nicht zur sofortigen Einführung einer Republik bereit waren. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2007, Seite 1, Ausland

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