Zum Inhalt der Seite

PIN soll schnell ­abgewickelt werden

Hamburg. Die Axel Springer AG bereitet die Insolvenz ihrer Post-Tochter PIN nach Informationen der Financial Times Deutschland (Montagausgabe) kurzfristig vor. Noch vor Weihnachten werde das Unternehmen abgewickelt, heißt es in dem Bericht, der sich auf Gesellschafterkreise des Berliner Medienkonzerns beruft. Bereits in dieser Woche drohe die Insolvenz einiger PIN-Töchter. Laut Zeitung fehlen der Gruppe mit Hauptsitz in Luxemburg derzeit bis zu 15 Millionen Euro für laufende Ausgaben wie Löhne und Mieten. Springer richte sich darauf ein, wegen PIN rund 600 Millionen Euro abschreiben zu müssen. Man wolle verhindern, daß »die kranke PIN den gesamten Konzern infiziert«, verlautete laut Zeitung aus dem Verlag.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!